Auszeichnungsfeier 2026
Lebensretter-/innen
Albin Ukzmaili, Harbin Hasani, Edmir Rrafshi
Auf einem Armeestandort in Waldstatt bewiesen die drei Soldaten Edmir Rafshi, Hasani und Ukzmaili beispielhafte Entschlossenheit und Teamgeist. Als sie eine leblose Frau vor ihrer Unterkunft entdeckten, handelten sie sofort: Während sie die Rettungskräfte alarmierten, leiteten sie gemeinsam die Reanimation ein und wechselten sich über mehrere Minuten bei der Herzdruckmassage und Beatmung ab. Durch ihr koordiniertes und fachkundiges Vorgehen gelang es ihnen, die Patientin noch vor Eintreffen der Ambulanz zu stabilisieren und einen eigenständigen Puls sowie Atmung wiederherzustellen. Ihr besonnener Einsatz rettete der Frau das Leben und unterstreicht die Bedeutung fundierter Erster Hilfe.
Jsabella Schmutz
Am 3. März 2026 bewies Jsabella Schmutz beim Löwendenkmal in Luzern aussergewöhnliche Geistesgegenwärtigkeit und körperlichen Einsatz. Als ein Tourist mitten auf einem Fussgängerstreifen zusammenbrach, erkannte sie sofort den Herzstillstand und leitete ohne Zögern die Reanimation ein. Trotz grosser Schmerzen aufgrund einer erst kürzlich zurückliegenden Operation führte sie die Herzdruckmassage fort und koordinierte die Hilfe mit zwei zufällig hinzugekommenen Ärzten. Über 12 Minuten lang kämpfte sie unermüdlich um das Leben des Mannes, bis dieser wieder eigenständig zu atmen begann. Ihr beherztes Eingreifen unter Aufbietung aller Kräfte rettete dem 40-jährigen Familienvater das Leben.
Rolf Trachsel, Tizian Gruber, Richard Lehner und weitere Lebensretter:innen
Am Abend des 16. Juli 2025 wurden ein Bergführer und sein Gast am Lagginhorn von einem extremen Wetterumsturz überrascht. Da ein direkter Anflug für die Helikopter wegen heftigen Sturms, Schnees und Nebels unmöglich war, stiegen acht Rettungsspezialisten der Air Zermatt zu Fuss und mit schweren Rettungsbarren im Gepäck über den nassen, vereisten Grat auf. Unter unmenschlichen Bedingungen und am Rande der eigenen Erschöpfung transportierten die Retter den stark unterkühlten Gast über Stunden hinweg physisch durch die Felswand ab. Erst oberhalb der Weissmieshütte erlaubte ein kurzes Wetterfenster den riskanten Abtransport per Heli. Als das Herz des Patienten mit einer Körperkerntemperatur von nur 24,2 Grad beim Wegflug aufhörte zu schlagen, leitete die medizinische Crew sofort die erfolgreiche Reanimation ein. Dank des unermüdlichen, zehnstündigen Einsatzes dreier Crews überlebten beide Alpinisten das Eisinferno.
Nabil Aouni, Maurice Vassbeck, Shahan Asif und Mouad Anouri
Am 9. August 2025 retteten Nabil Aouni, Maurice Vabbeck, Shahan Asid und Mouad Anouvi auf der Aare ein Menschenleben. In der starken Strömung nach der Uttigenschwelle entdeckten sie einen Mann, der kurz vor dem Ertrinken stand und bereits unter die Wasseroberfläche sank. Mit vereinten Kräften und unter Einsatz ihrer Paddel zogen sie den völlig erschöpften Mann in ihr Schlauchboot. Da die Gruppe das Ufer aufgrund der Strömung nicht mehr aus eigener Kraft erreichen konnte, machten sie lautstark auf sich aufmerksam. Dank der Unterstützung von zwei Passanten, die das Boot vom Ufer aus an Land zogen und die Rettungskräfte alarmierten, konnten alle Beteiligten sicher versorgt werden. Das entschlossene Zusammenwirken der Freunde verhinderte an diesem Tag eine Tragödie im Fluss.
Awen Picard
Am 3. April 2025 bewies der 19-jährige Awen Picard am Hafen von Ouchy in Lausanne eine aussergewöhnliche Aufmerksamkeit und Reaktionsschnelligkeit. Aus über 100 Metern Entfernung bemerkte er, wie ein Kind mit seinem Fahrrad in den See stürzte. Während zahlreiche Passanten untätig blieben, rannte er sofort zum Ufer und sprang ohne zu zögern in das eiskalte Wasser. Es gelang ihm, den bereits völlig untergegangenen fünfjährigen Jungen aus 1.5 Metern Tiefe zu bergen und sicher an Land zu bringen. Durch sein beherztes und mutiges Eingreifen rettete er das Kind in letzter Sekunde vor dem Ertrinken.
Ahmad Allawah
Am 31. August 2025 verhinderte Ahmad Allawah an der Aare in Niedergösgen eine drohende Katastrophe. Eine Nichtschwimmerin war in Not geraten und hatte in ihrer Panik zwei junge Ersthelferinnen, die ihr zu Hilfe eilten, mit unter Wasser gezogen. Ahmad Allawah erkannte die akute Lebensgefahr für alle drei Personen und begab sich ohne Zögern in den Fluss. Mit grossem persönlichem Einsatz gelang es ihm, die Verunglückten sicher ans Ufer zu bringen und eine Mehrfachtragödie zu verhindern. Sein mutiges Handeln rettete an diesem Abend drei Menschenleben.
Manuela Ernst
Während ihrer Ferien auf Mallorca bewies Manuela Ernst herausragende Wachsamkeit und Fachkompetenz. Sie erkannte, wie eine Nichtschwimmerin auf einer Luftmatratze weit ins offene Meer abgetrieben wurde und beim Versuch, sich festzuhalten, bereits unter Wasser geriet. Da ein erster Helfer vor Ort mit der Situation überfordert war, griff Manuela Ernst entschlossen ein. Mit dem professionellen Nackengriff stabilisierte sie die panische Frau und schleppte sie sicher zurück an den Strand. Durch ihr besonnenes Handeln und ihren anschliessenden öffentlichen Appell zur Sicherheit am Wasser leistete sie einen wichtigen Beitrag zur Lebensrettung und Unfallprävention.
Zekiye Blum
Am 6. Februar 2026 bewies Zekiye Blum an der Aare in Zuchwil aussergewöhnliche Zivilcourage. Bei einer Wassertemperatur von nur 5,4 °C hörte sie die Hilferufe einer Frau, die im Fluss trieb. Da niemand sonst eingriff, erkannte sie die akute Lebensgefahr, entkleidete sich geistesgegenwärtig und schwamm in das eiskalte Wasser. Es gelang ihr, die bereits schwer unterkühlte Frau zu erreichen, sicher ans Ufer zu ziehen und dort bis zum Eintreffen der Sanität erstzuversorgen. Dank ihres entschlossenen Handelns konnte die Frau trotz lebensbedrohlicher Unterkühlung gerettet werden.
Till
Am Abend des 19. Juni wurde ein Feierabendschwumm im Rhein bei Basel für Jean-Pierre Kress zu einer tödlichen Falle. Seine Schwimmtasche verfing sich an einer der grossen Bojen im tiefen Wasser, woraufhin die starke Strömung seinen Arm einklemmte und ihn unter Wasser zog. Ein am Rhein schwimmender Erstretter hörte die leisen Hilferufe und kämpfte sich geistesgegenwärtig quer zur Strömung an die Boje heran. Kurz darauf eilte Till, der die Situation vom Ufer aus beobachtet hatte, ebenfalls schwimmend zur Hilfe. Während Till den entkräfteten Mann über Wasser hielt und beruhigte, tauchte der Erstretter mehrfach am Kiel der Boje entlang. Unter vollem Körpereinsatz gelang es ihm, das blockierte Band unter Wasser zu lösen. Dank des mutigen und koordinierten Einsatzes der beiden Retter konnte der 58-Jährige befreit werden und das Ufer sicher erreichen.
Meryll Evard, Yanandan Shanmuganathan und Alexandra Brönnimann
Am 2. April 2025 bewiesen die drei Soldaten Meryll Evard, Yanandan Shanmuganathan und Alexandra Brönnimann aussergewöhnliche Zivilcourage. Während ihres Militärdienstes wurden sie Zeugen eines dramatischen Vorfalls: In einer Wohnung versuchte ein Mann, eine Frau aus dem Fenster im dritten Stock zu stossen. Während die Soldaten umgehend die Polizei alarmierten und durch lautes Rufen den Täter kurzzeitig ablenkten, stürmte die Gruppe trotz der erheblichen Gefahr in das Gebäude.
Durch ihr entschlossenes Auftreten im Treppenhaus zwangen sie den Angreifer zur Flucht und konnten die schwer verletzte, unter Schock stehende Frau in Sicherheit bringen. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte leisteten sie Erste Hilfe und leisteten der Frau Beistand. Ihr mutiges Eingreifen verhinderte einen potenziell tödlichen Sturz und rettete das Opfer aus einer brutalen Gewaltsituation. Das Engagement der Soldaten wurde bereits durch den Chef der Armee mit dem CDA-Band gewürdigt.
Timea Sigrist
Am 12. Februar 2025 bewies Adj Uof Timea Sigrist auf der A1 bei Bern herausragende Zivilcourage. Während andere vorbeifuhren, sicherte sie die Unfallstelle, alarmierte die Rettungskräfte und betreute den bewusstlosen Fahrer im verklemmten Fahrzeug. Nach der Bergung leitete sie umgehend die Reanimation ein und kämpfte über zehn Minuten lang erfolgreich um das Leben des Mannes. Ihr entschlossenes Handeln und ihre fundierte Sanitätsausbildung retteten an diesem Morgen ein Menschenleben.
Paolo Piatesi
In der Nacht zum 14. Juli 2024 verhinderten Paolo Piatesiund sein Team auf der A2 bei Bellinzona eine drohende Katastrophe. Trotz starken Reiseverkehrs und fehlender Pannenstreifen gelang es den Beamten, einen Falschfahrer gezielt abzufangen. Um einen tödlichen Frontalaufprall mit Unbeteiligten zu verhindern, stoppte Herr Piatesi das entgegenkommende Auto durch eine bewusste Kollision mit seinem Dienstfahrzeug. Durch diesen mutigen Einsatz unter hohem persönlichem Risiko wurden alle Verkehrsteilnehmer sowie der Falschfahrer selbst unverletzt gerettet.
Urs Lüthi und Stephan Kuhn
Am 10. Dezember 2025 retteten Urs Lüthi und Stephan Kuhn in Rüegsau einen älteren Mann und seinen Hund aus einer lebensbedrohlichen Lage. Ein Fahrzeug war in einen Bach gestürzt und kam auf dem Dach liegend im kalten Wasser zum Stillstand. Ohne zu zögern, stiegen beide Helfer in das fliessende Gewässer, um den im steigenden Wasser eingeschlossenen Lenker über die Hintertüre zu befreien. In einem zweiten Einsatz bargen sie zudem den im Kofferraum festsitzenden Hund. Durch ihr schnelles, selbstloses Handeln verhinderten sie, dass der verunfallte Fahrer in seinem Fahrzeug ertrank.
Bruno Studer, Fabian Born, Stefan Christinat
Am 1. Juni 2025 ereignete sich am Bahnhof Wankdorf ein schwerer Unfall, bei dem ein Mann unter einen Zug geriet und lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Bruno Studer und ein weiterer Lebensretter von der SBB Police sowie Fabian Born und Stefan Christinat von der Kantonspolizei Bern reagierten sofort unter extremen Bedingungen. Gemeinsam bargen sie den Schwerverletzten unter dem Zug hervor. Während Bruno Studer den Lead bei der medizinischen Notversorgung übernahm und die kritischen Blutungen mittels Tourniquets stoppte, stabilisierten die Kollegen den Mann mit Druckverbänden und hielten ihn bei Bewusstsein. Durch diese mustergültige und hochprofessionelle Teamarbeit konnte das Leben des Mannes gerettet werden.
Aleksandar Milosevic
Am 3. Februar 2025 bewies Alexander Milosevic auf der A2 bei Quinto vorbildliche Entschlossenheit. Nachdem er ein verunfalltes Fahrzeug bemerkt hatte, sicherte er die Unfallstelle und leistete dem schwer verletzten, unter Schock stehenden Fahrer sofort Erste Hilfe. Er stoppte eine stark blutende Kopfwunde mit einem Druckverband, stabilisierte den Verunfallten und verhinderte, dass dieser sich erneut in Gefahr begab. Dank seines schnellen und kompetenten Eingreifens konnte der Patient sicher an die Rettungskräfte übergeben werden.
Kevin Kieffer, Redon Cacaj
Als Ersthelfer am Unfallort bewies Kevin Kieffer und Redon Cacaj durch beherztes und fachkundiges Handeln ausserordentlichen Einsatz. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr sicherten sie die Unfallstelle, befreiten einen eingeklemmten Autofahrer und verschafften sich unter Einsatz von eigenem Werkzeug Zugang zum umgestürzten Postauto. Mit Spanngurten retteten sie die Passagiere sowie den Busfahrer über eine Böschung in Sicherheit. Ihr unerschrockenes Eingreifen und die sofortige Erste Hilfe verhinderten unter schwierigsten Bedingungen Schlimmeres.